Ein Abstecher ins größte Technikmuseum der Welt lohnt sich immer. Jährlich tauchen 1,5 Millionen Besucher tief ein in rund 50 Themengebiete von der Astrophysik bis zur Zellbiologie. Etwa 30.000 Exponate wollen erkundet werden. In Demonstrationen und Experimenten kommen die Besucher selbst zum Zug und erleben Naturwissenschaften mit den eigenen Sinnen. Bis 2019 wird das Museum fit gemacht für die Zukunft. Daher sind nicht immer alle Abteilungen zugänglich. Doch es bleiben stets ganze Welten zu entdecken.
Interaktive Sonderausstellung energie.wenden
Vom 15.2.2017 bis zum 19.8.2018 zeigt das Deutsche Museum die Sonderausstellung "energie.wenden", die das politische und komplexe Thema Energiewende lebendig und anschaulich werden lässt. Die Besucher werden durch interaktive Medienstationen und spannende Modelle wie das erste Elektroauto, das um die Welt fuhr (Bild links), selbst dazu aufgerufen „Energie zu wenden“.
Naturwissenschaft und Technik hautnah erleben
Das Deutsche Museum ist nicht nur eine Ausstellung, sondern auch eine riesige Spielwiese. Besucher dürfen an Knöpfen drehen, Hebel und Schalter umlegen und viele Exponate anfassen. Der Lern- und Aha-Effekt ist inklusive. Es gibt etwa 50 Themenbereiche von Agrar- und Lebensmitteltechnik über Astronomie, Chemie, Foto & Film, Luft- und Raumfahrt, Mathematik, Meeresforschung, Musikinstrumente, Physik und einem Planetarium, bis zu Schifffahrt, Telekommunikation, Brücken-, Tunnel- und Wasserbau sowie Zeitmessung. Am besten pickt man sich ein paar besonders spannende Themen heraus und geht den Dingen dort auf den Grund, um den Besuch im Deutschen Museum voll auszukosten. Denn für einen Tag gibt es fast zu viel zu entdecken.
Das Deutsche Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik, wie es offiziell genannt wird, ist eines der bedeutendsten naturwissenschaftlich-technischen Museen der Welt. Ausgestellt sind etwa 30.000 Exponate und jedes Jahr strömen an die 1,5 Millionen Besucher auf die Museumsinsel mitten in München. Soviel wie in kein anderes Museum hierzulande.
Grundüberholung bis 2025
Zum 100. Geburtstag im Jahr 2025 soll das denkmalgeschützte Museum im neuen Glanz erstrahlen. Bereits 2010 begannen die Planungen und seit 2015 wird tatkräftig saniert: von der Ufermauer über die neue Elektrozentrale bis zur Modernisierung der Ausstellungen. Das Planetarium ist schon fertig renoviert.
Geschlossene Abteilungen bis 2019
Mehr als die Hälfte des Museums mit rund 35 Abteilungen bleibt auch während der Modernisierung für die Besucher geöffnet. Jedoch sind einige Abteilungen bis voraussichtlich 2019 vorübergehend geschlossen: Agrar- und Lebensmitteltechnik, Atomphysik, Brücken- und Wasserbau, Chemie, Drucktechnik, Foto + Film, Modelleisenbahn, Moderne Luftfahrt, Museumsturm, Musikinstrumente I, Optik, Raumfahrt, Robotik, Schweißtechnik und Werkstoffprüfung, Telekommunikation, Tunnelbau. Tagesaktuelle Schließungen einzelner Abteilungen sind zusätzlich möglich.
Highlights: Das muss man gesehen und erlebt haben
Wer nur wenig Zeit hat, kann sich auf die Höhepunkte des Museums konzentrieren. Beliebt ist die fast einen Kilometer lange Stollenwelt, eine dunkle Bergbauanlage, die tief unter das Museum führt. Hoch hinaus geht es danach in der Abteilung Luftfahrt, in der wegen Renovierungsarbeiten derzeit nur die historische Luftfahrt geöffnet ist.
Klaustrophobisch eng wird es im 42 Meter langen U-Boot U1 der kaiserlichen Marine von 1906. Laut wird es mehrere Male am Tag in der Abteilung Starkstromtechnik: Dort demonstrieren mutige Mitarbeiter des Museums, warum man in einem Faradayschen Käfig selbst vor heftigsten Stromschlägen geschützt ist und was passiert, wenn eine Million Volt einen Blitzeinschlag simulieren. Das knallt!
M-WLAN - Kostenloses WiFi auf Münchner Plätzen
An zahlreichen Plätzen in München ist das Gratis-Angebot M-WLAN verfügbar, mit dem man kostenlos im Internet surfen kann. Die "Free Wifi"-Standorte werden kontinuierlich ausgebaut. Derzeit gibt es M-WLAN hier: Marienplatz, Odeonsplatz, Sendlinger Tor, Karlsplatz Stachus, Gärtnerplatz, Mariahilfplatz, Marienhof, Orleansplatz, Lehel, Harras, Münchner Freiheit, Wettersteinplatz, Giesing, Rotkreuzplatz, Neuperlach Zentrum und Deutsches Museum. Auch am Coubertinplatz im Olympiapark, am Hauptbahnhof, Hohenzollernplatz, Königsplatz, Kolumbusplatz, Mangfallplatz, Viktualienmarkt und am Willy-Brandt-Platz in der Messestadt West kann kostenlos im M-WLAN gesurft werden.
Wer sich in das drahtlose Netz einwählt, muss lediglich die Nutzungsbedingungen akzeptieren und kann dann gratis ohne Registrierung das Internet nutzen. M-WLAN ist ein kostenloser Service, der von der Stadt gemeinsam mit den Stadtwerken München als technischem Partner angeboten wird. muenchen.de und M-net treten dabei als Sponsoren auf.
Führungen, Vorträge und Musik
Wer bei 73.000 Quadratmeter Museumsfläche und knapp 30.000 Exponaten den Überblick verliert, der kann sich führen lassen. Ob Übersichtsführung oder Rundgänge innerhalb der einzelnen Abteilungen – die meisten finden mehrmals täglich statt und man kann sich an der Information dafür anmelden. An den "Rote-Punkt-Führungen" kann man auch spontan teilnehmen. Sie starten jeweils am Eingang zu den Abteilungen, das tagesaktuelle Programm findet sich auf der Website des Museums.
Richtig tief in Spezialthemen eintauchen kann man bei einem der vielen wöchentlichen Vorträge oder den Montags-Kolloquien, die während eines Uni-Semesters alle zwei Wochen stattfinden.
Auch die Musikveranstaltungen im Museum sind etwas ganz Besonderes: Hier werden häufig Instrumente aus der historischen Sammlung gespielt, die man sonst fast nirgends zu Gehör bekommt.
Aussicht vom Deutschen Museum
Unterhalb des Planetariums gibt es zwei für Besucher zugängliche Aussichtspunkte: Die südliche Terrasse beherbergt den Sonnenuhrengarten - von hier hat man einen Blick Richtung Gasteig und Mariahilfkirche, die nördliche Terrasse ermöglicht einen Blick Richtung Altstadt. Von hier sieht man wunderbar die Skyline der Innenstadt, mit den Türmen der Frauenkirche, der Kirchen St. Peter und Heilig-Geist sowie die Türme vom Alten und Neuen Rathaus.
Bibliothek
Das weitreichende Bildungsangebot des Deutschen Museums umfasst auch eine eigene Bibliothek mit fast einer Million Bänden. Etwa 25.000 davon sowie etwa 1600 laufende Zeitschriften und Fachmagazine sind im Lesesaal frei zugänglich. Der Zugang zur Bibliothek ist öffentlich, es werden keine Benutzungsgebühren und kein Eintritt erhoben. Der Eingang befindet sich im Museumsinnenhof gegenüber des Haupteingangs des Deutschen Museums. Wie das Museum ist auch die Bibliothek täglich geöffnet, auch am Samstag und Sonntag, von jeweils 9 - 17 Uhr.
Das Kerschensteiner Kolleg
Für Lehrkräfte, Museumsfachleute, Techniker, Wissenschaftler und Studierende aller Fachrichtungen gibt es Seminare im Kerschensteiner Kolleg, einer Einrichtung mit 30 Gästezimmern, einem Tagungsraum und einem Experimentallabor. Und das direkt im Museum. Die Seminare behandeln Bereiche aus der Vielfalt der Ausstellungen des Deutschen Museums. Hier kann man in mehrtägigen Veranstaltungen Fachwissen erweitern und vertiefen sowie die verschiedenen Entwicklungsbereiche von Naturwissenschaft und Technik anschaulich erfahren, kurz: Alle Interessierten können lernen, forschen, experimentieren und an Modellfällen studieren. Das Deutsche Museum arbeitet auch eng mit den fachlich benachbarten Instituten der größten Münchner Universitäten zusammen und bietet den Hochschulen unverzichtbare Unterstützung in Forschung und Lehre.
Museumsshop und Verlag
Accessoires, Bücher, Geschenke, Modelle, Poster, Postkarten und Spiele - und alles mit Bezug zum Deutschen Museum. Der Deutsche Museum Shop, direkt in der Nähe des Haupteingangs, ist für viele Münchner die erste Anlaufstation, um ein Geschenk für technikinteressierte Kinder, Jugendliche oder Erwachsene zu suchen. Hier findet man viel wissenschaftliches aber teilweise auch kurioses Spielzeug. Selbst wenn man nichts kaufen will, sollte man nach dem Museumsbesuch einen kleinen Abstecher hierhin wagen. Es lohnt sich! Als Besonderheit gegenüber vielen anderen Museen verfügt das Deutsche Museum auch über einen eigenen Verlag. Alle Bücher erhalten Interessierte im Museumsshop.
Von der Gründung des Deutschen Museums zur Eröffnung
Schon 1903, mehr als 20 Jahre vor der feierlichen Eröffnung des heutigen Museumsbaus, gründet ein Kreis von Ingenieuren um Oska von Miller den „deutschen Verein Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik“. Kurz drauf stiftet die Bayerische Akademie ihre wertvollen Sammlungen und auch aus dem In- und Ausland treffen erste Exponate ein. Im November 1906 wird die provisorische Ausstellung im alten Nationalmuseum in der Maximilianstraße – dem heutigen Völkerkundemuseum – eröffnet und in Anwesenheit von Kaiser Wilhelm II. und Prinzregent Luitpold von Bayern der Grundstein für das neue Haus auf der Kohleninsel gelegt.
Der Museumsneubau ist zu dieser Zeit eines der größten in Deutschland zu vergebenden Bauprojekte. Der Münchner Architekt Gabriel von Seidl gewinnt 1906 den Architekturwettbewerb. Sein Entwurf muss den zahlreichen Wünschen des Museumsgründers Oskar von Miller jedoch immer wieder angepasst werden.
Verspätete Eröffnung
Der Erste Weltkrieg und die Inflation der 1920er Jahre gefährden den Neubau. Doch Oskar von Miller nutzt seine guten Kontakte zu Beton-, Ziegel-, Holz- und Eisenindustrieverbänden, um den Bau voranzutreiben. Nach dem Tod Gabriels von Seidl 1913 übernimmt dessen Bruder Emanuel die Bauleitung bis 1919. Oswald Bieber schließlich führt den Bau 1925 – mit fast zehnjähriger Verspätung – zum Abschluss. An Oskar von Millers 70. Geburtstag, dem 7. Mai 1925, kommen die Spitzen aus Staat und Gesellschaft nach München, um das größte technische Museum der Welt einzuweihen. Die ganze Stadt wird aufwendig geschmückt und bietet dem Umzug vom alten Nationalmuseum quer durch die Innenstadt auf die Museumsinsel einen feierlichen Rahmen.
Historische Museumsinsel
Die Isarsandbank, auf der das Deutsche Museum errichtet wurde, spielt eine wichtige Rolle für die Stadtgründung Münchens: An eben dieser Stelle erbaut Heinrich der Löwe im Jahr 1158 eine Brücke. Deren Zolleinnahmen begründen den Reichtum und somit den Aufstieg der jungen Siedlung zur Residenzstadt. Jahrhundertelang dient die Sandbank als Floßlände, wo Bauholz und Holzkohle aus dem Voralpenraum gelagert werden, weshalb die Insel auch Kohleninsel genannt wird. Um 1870 ist die Kohleninsel mit jährlich etwa 12.000 Flößen der größte Floßhafen Europas, bis die Stadt München im Jahr 1903 die Insel als Bauplatz für das Deutsche Museum stiftet.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise
Täglich 9-17 Uhr, Kartenverkauf bis 16 Uhr
Das Kinderreich (für Kinder von 3 bis 8 Jahren) schließt bereits um 16:45 Uhr, letzter Einlass 16 Uhr
Geschlossen im Jahr 2017:
14.04.2017 Karfreitag, 01.05.2017 Maifeiertag, 28.06.2017 bis 11 Uhr Personalversammlung, 01.11.2017 Allerheiligen, 13.12.2017 ab 12 Uhr Personalversammlung, 24.12.2017 Heiligabend, 25.12.2017 Weihnachten, 31.12.2017 Silvester
Tickets:
Tageskarte für Besucher ab 16 Jahre: 11 Euro
Tageskarte für Besucher von 6 bis 15 Jahren und Studenten: 4 Euro
Kinder bis 5 Jahre frei
Kombiticket für Museumsinsel, Flugwerft und Verkehrszentrum: 16 Euro
(Besuch auch an getrennten Tagen möglich)
Familienkarte: 23 Euro, 15 Euro mit Familienpass
Video und Bilder:
Interaktive Sonderausstellung energie.wenden
Vom 15.2.2017 bis zum 19.8.2018 zeigt das Deutsche Museum die Sonderausstellung "energie.wenden", die das politische und komplexe Thema Energiewende lebendig und anschaulich werden lässt. Die Besucher werden durch interaktive Medienstationen und spannende Modelle wie das erste Elektroauto, das um die Welt fuhr (Bild links), selbst dazu aufgerufen „Energie zu wenden“.
Naturwissenschaft und Technik hautnah erleben
Das Deutsche Museum ist nicht nur eine Ausstellung, sondern auch eine riesige Spielwiese. Besucher dürfen an Knöpfen drehen, Hebel und Schalter umlegen und viele Exponate anfassen. Der Lern- und Aha-Effekt ist inklusive. Es gibt etwa 50 Themenbereiche von Agrar- und Lebensmitteltechnik über Astronomie, Chemie, Foto & Film, Luft- und Raumfahrt, Mathematik, Meeresforschung, Musikinstrumente, Physik und einem Planetarium, bis zu Schifffahrt, Telekommunikation, Brücken-, Tunnel- und Wasserbau sowie Zeitmessung. Am besten pickt man sich ein paar besonders spannende Themen heraus und geht den Dingen dort auf den Grund, um den Besuch im Deutschen Museum voll auszukosten. Denn für einen Tag gibt es fast zu viel zu entdecken.
Das Deutsche Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik, wie es offiziell genannt wird, ist eines der bedeutendsten naturwissenschaftlich-technischen Museen der Welt. Ausgestellt sind etwa 30.000 Exponate und jedes Jahr strömen an die 1,5 Millionen Besucher auf die Museumsinsel mitten in München. Soviel wie in kein anderes Museum hierzulande.
Grundüberholung bis 2025
Zum 100. Geburtstag im Jahr 2025 soll das denkmalgeschützte Museum im neuen Glanz erstrahlen. Bereits 2010 begannen die Planungen und seit 2015 wird tatkräftig saniert: von der Ufermauer über die neue Elektrozentrale bis zur Modernisierung der Ausstellungen. Das Planetarium ist schon fertig renoviert.
Geschlossene Abteilungen bis 2019
Mehr als die Hälfte des Museums mit rund 35 Abteilungen bleibt auch während der Modernisierung für die Besucher geöffnet. Jedoch sind einige Abteilungen bis voraussichtlich 2019 vorübergehend geschlossen: Agrar- und Lebensmitteltechnik, Atomphysik, Brücken- und Wasserbau, Chemie, Drucktechnik, Foto + Film, Modelleisenbahn, Moderne Luftfahrt, Museumsturm, Musikinstrumente I, Optik, Raumfahrt, Robotik, Schweißtechnik und Werkstoffprüfung, Telekommunikation, Tunnelbau. Tagesaktuelle Schließungen einzelner Abteilungen sind zusätzlich möglich.
Highlights: Das muss man gesehen und erlebt haben
Wer nur wenig Zeit hat, kann sich auf die Höhepunkte des Museums konzentrieren. Beliebt ist die fast einen Kilometer lange Stollenwelt, eine dunkle Bergbauanlage, die tief unter das Museum führt. Hoch hinaus geht es danach in der Abteilung Luftfahrt, in der wegen Renovierungsarbeiten derzeit nur die historische Luftfahrt geöffnet ist.
Klaustrophobisch eng wird es im 42 Meter langen U-Boot U1 der kaiserlichen Marine von 1906. Laut wird es mehrere Male am Tag in der Abteilung Starkstromtechnik: Dort demonstrieren mutige Mitarbeiter des Museums, warum man in einem Faradayschen Käfig selbst vor heftigsten Stromschlägen geschützt ist und was passiert, wenn eine Million Volt einen Blitzeinschlag simulieren. Das knallt!
M-WLAN - Kostenloses WiFi auf Münchner Plätzen
An zahlreichen Plätzen in München ist das Gratis-Angebot M-WLAN verfügbar, mit dem man kostenlos im Internet surfen kann. Die "Free Wifi"-Standorte werden kontinuierlich ausgebaut. Derzeit gibt es M-WLAN hier: Marienplatz, Odeonsplatz, Sendlinger Tor, Karlsplatz Stachus, Gärtnerplatz, Mariahilfplatz, Marienhof, Orleansplatz, Lehel, Harras, Münchner Freiheit, Wettersteinplatz, Giesing, Rotkreuzplatz, Neuperlach Zentrum und Deutsches Museum. Auch am Coubertinplatz im Olympiapark, am Hauptbahnhof, Hohenzollernplatz, Königsplatz, Kolumbusplatz, Mangfallplatz, Viktualienmarkt und am Willy-Brandt-Platz in der Messestadt West kann kostenlos im M-WLAN gesurft werden.
Wer sich in das drahtlose Netz einwählt, muss lediglich die Nutzungsbedingungen akzeptieren und kann dann gratis ohne Registrierung das Internet nutzen. M-WLAN ist ein kostenloser Service, der von der Stadt gemeinsam mit den Stadtwerken München als technischem Partner angeboten wird. muenchen.de und M-net treten dabei als Sponsoren auf.
Führungen, Vorträge und Musik
Wer bei 73.000 Quadratmeter Museumsfläche und knapp 30.000 Exponaten den Überblick verliert, der kann sich führen lassen. Ob Übersichtsführung oder Rundgänge innerhalb der einzelnen Abteilungen – die meisten finden mehrmals täglich statt und man kann sich an der Information dafür anmelden. An den "Rote-Punkt-Führungen" kann man auch spontan teilnehmen. Sie starten jeweils am Eingang zu den Abteilungen, das tagesaktuelle Programm findet sich auf der Website des Museums.
Richtig tief in Spezialthemen eintauchen kann man bei einem der vielen wöchentlichen Vorträge oder den Montags-Kolloquien, die während eines Uni-Semesters alle zwei Wochen stattfinden.
Auch die Musikveranstaltungen im Museum sind etwas ganz Besonderes: Hier werden häufig Instrumente aus der historischen Sammlung gespielt, die man sonst fast nirgends zu Gehör bekommt.
Aussicht vom Deutschen Museum
Unterhalb des Planetariums gibt es zwei für Besucher zugängliche Aussichtspunkte: Die südliche Terrasse beherbergt den Sonnenuhrengarten - von hier hat man einen Blick Richtung Gasteig und Mariahilfkirche, die nördliche Terrasse ermöglicht einen Blick Richtung Altstadt. Von hier sieht man wunderbar die Skyline der Innenstadt, mit den Türmen der Frauenkirche, der Kirchen St. Peter und Heilig-Geist sowie die Türme vom Alten und Neuen Rathaus.
Bibliothek
Das weitreichende Bildungsangebot des Deutschen Museums umfasst auch eine eigene Bibliothek mit fast einer Million Bänden. Etwa 25.000 davon sowie etwa 1600 laufende Zeitschriften und Fachmagazine sind im Lesesaal frei zugänglich. Der Zugang zur Bibliothek ist öffentlich, es werden keine Benutzungsgebühren und kein Eintritt erhoben. Der Eingang befindet sich im Museumsinnenhof gegenüber des Haupteingangs des Deutschen Museums. Wie das Museum ist auch die Bibliothek täglich geöffnet, auch am Samstag und Sonntag, von jeweils 9 - 17 Uhr.
Das Kerschensteiner Kolleg
Für Lehrkräfte, Museumsfachleute, Techniker, Wissenschaftler und Studierende aller Fachrichtungen gibt es Seminare im Kerschensteiner Kolleg, einer Einrichtung mit 30 Gästezimmern, einem Tagungsraum und einem Experimentallabor. Und das direkt im Museum. Die Seminare behandeln Bereiche aus der Vielfalt der Ausstellungen des Deutschen Museums. Hier kann man in mehrtägigen Veranstaltungen Fachwissen erweitern und vertiefen sowie die verschiedenen Entwicklungsbereiche von Naturwissenschaft und Technik anschaulich erfahren, kurz: Alle Interessierten können lernen, forschen, experimentieren und an Modellfällen studieren. Das Deutsche Museum arbeitet auch eng mit den fachlich benachbarten Instituten der größten Münchner Universitäten zusammen und bietet den Hochschulen unverzichtbare Unterstützung in Forschung und Lehre.
Museumsshop und Verlag
Accessoires, Bücher, Geschenke, Modelle, Poster, Postkarten und Spiele - und alles mit Bezug zum Deutschen Museum. Der Deutsche Museum Shop, direkt in der Nähe des Haupteingangs, ist für viele Münchner die erste Anlaufstation, um ein Geschenk für technikinteressierte Kinder, Jugendliche oder Erwachsene zu suchen. Hier findet man viel wissenschaftliches aber teilweise auch kurioses Spielzeug. Selbst wenn man nichts kaufen will, sollte man nach dem Museumsbesuch einen kleinen Abstecher hierhin wagen. Es lohnt sich! Als Besonderheit gegenüber vielen anderen Museen verfügt das Deutsche Museum auch über einen eigenen Verlag. Alle Bücher erhalten Interessierte im Museumsshop.
Von der Gründung des Deutschen Museums zur Eröffnung
Schon 1903, mehr als 20 Jahre vor der feierlichen Eröffnung des heutigen Museumsbaus, gründet ein Kreis von Ingenieuren um Oska von Miller den „deutschen Verein Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik“. Kurz drauf stiftet die Bayerische Akademie ihre wertvollen Sammlungen und auch aus dem In- und Ausland treffen erste Exponate ein. Im November 1906 wird die provisorische Ausstellung im alten Nationalmuseum in der Maximilianstraße – dem heutigen Völkerkundemuseum – eröffnet und in Anwesenheit von Kaiser Wilhelm II. und Prinzregent Luitpold von Bayern der Grundstein für das neue Haus auf der Kohleninsel gelegt.
Der Museumsneubau ist zu dieser Zeit eines der größten in Deutschland zu vergebenden Bauprojekte. Der Münchner Architekt Gabriel von Seidl gewinnt 1906 den Architekturwettbewerb. Sein Entwurf muss den zahlreichen Wünschen des Museumsgründers Oskar von Miller jedoch immer wieder angepasst werden.
Verspätete Eröffnung
Der Erste Weltkrieg und die Inflation der 1920er Jahre gefährden den Neubau. Doch Oskar von Miller nutzt seine guten Kontakte zu Beton-, Ziegel-, Holz- und Eisenindustrieverbänden, um den Bau voranzutreiben. Nach dem Tod Gabriels von Seidl 1913 übernimmt dessen Bruder Emanuel die Bauleitung bis 1919. Oswald Bieber schließlich führt den Bau 1925 – mit fast zehnjähriger Verspätung – zum Abschluss. An Oskar von Millers 70. Geburtstag, dem 7. Mai 1925, kommen die Spitzen aus Staat und Gesellschaft nach München, um das größte technische Museum der Welt einzuweihen. Die ganze Stadt wird aufwendig geschmückt und bietet dem Umzug vom alten Nationalmuseum quer durch die Innenstadt auf die Museumsinsel einen feierlichen Rahmen.
Historische Museumsinsel
Die Isarsandbank, auf der das Deutsche Museum errichtet wurde, spielt eine wichtige Rolle für die Stadtgründung Münchens: An eben dieser Stelle erbaut Heinrich der Löwe im Jahr 1158 eine Brücke. Deren Zolleinnahmen begründen den Reichtum und somit den Aufstieg der jungen Siedlung zur Residenzstadt. Jahrhundertelang dient die Sandbank als Floßlände, wo Bauholz und Holzkohle aus dem Voralpenraum gelagert werden, weshalb die Insel auch Kohleninsel genannt wird. Um 1870 ist die Kohleninsel mit jährlich etwa 12.000 Flößen der größte Floßhafen Europas, bis die Stadt München im Jahr 1903 die Insel als Bauplatz für das Deutsche Museum stiftet.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise
Täglich 9-17 Uhr, Kartenverkauf bis 16 Uhr
Das Kinderreich (für Kinder von 3 bis 8 Jahren) schließt bereits um 16:45 Uhr, letzter Einlass 16 Uhr
Geschlossen im Jahr 2017:
14.04.2017 Karfreitag, 01.05.2017 Maifeiertag, 28.06.2017 bis 11 Uhr Personalversammlung, 01.11.2017 Allerheiligen, 13.12.2017 ab 12 Uhr Personalversammlung, 24.12.2017 Heiligabend, 25.12.2017 Weihnachten, 31.12.2017 Silvester
Tickets:
Tageskarte für Besucher ab 16 Jahre: 11 Euro
Tageskarte für Besucher von 6 bis 15 Jahren und Studenten: 4 Euro
Kinder bis 5 Jahre frei
Kombiticket für Museumsinsel, Flugwerft und Verkehrszentrum: 16 Euro
(Besuch auch an getrennten Tagen möglich)
Familienkarte: 23 Euro, 15 Euro mit Familienpass
Video und Bilder:
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